Buchtipp: Mummydaddy

Sommer 1992. Auf dem Campus der Universität Oxford wird die 34-jährige Elizabeth „Lizzie“ Howe von einem betrunkenen, schizophrenen Mann grundlos brutal erstochen. Sie hinterlässt ihren Ehemann, Jeremy, und ihre zwei Töchter Jessica (7) und Lucy (4).

Im Buch zeigt Jeremy Howe auf, wie er zusammen mit seinen Töchtern und „a little help from his friends“ durch die Zeit nach dem Tod seiner Frau kam. Er erzählt von der unendlichen Leere, die bleibt, von der Trauer, der Hilflosigkeit und der Wut. Er zeigt, wie die Polizei sich des Falles annahm – anfänglich wurde Jeremy Howe selber verdächtigt – und wie der Prozess, der Jahre nach dem Mord stattfand, die Familie belastete. Er erzählt vom Gefühl, nicht mehr vollständig zu sein, die Töchter nicht gut genug zu erziehen – und von seiner Unfähigkeit, zu kochen und zu bügeln. Er nimmt den Leser mit durch Höhen und Tiefen, durch die verschiedenen Phasen der Trauer und hinein in den Alltag einer mutterlosen Familie.

Fazit: Trotz der Thematik ist dieses Buch nicht deprimierend. Klar kommen beim Lesen die innersten Ängste zum Vorschein – was, wenn der beste Ehemann von allen plötzlich nicht mehr da wäre? wie würde es weitergehen? – , aber da ist immer auch noch die Hoffnung, das soziale Netz, das trägt, die Hilfe, die auch von unerwarteter Seite kommt und die Zeit, die, wie Jeremy Howe sagt, doch die Wunden heilt.

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