Jom HaZikaron und Jom HaAtzma’ut

Wieder einmal lagen Trauer und Freude, Besinnlichkeit und Froehlichkeit ganz nahe beieinander. Am Sonntagabend begann Jom HaZikaron, der Gedenktag fuer die gefallenen Soldaten und die Terroropfer. Das ist ein sehr besinnlicher, trauriger Tag, der allen sehr nahe geht. Denn jeder kennt jemanden, dessen Freund, Schwester, Bruder, Vater, Cousin oder Schwaegerin betroffen ist. Entweder direkt, also als Opfer, oder als Angehoeriger. Wir gedenken am Jom Hazikaron all derer, die ihr Leben entweder waehrend der Verteidigung unseres Landes oder als unschuldige Opfer des Terrors verloren haben.

Am diesem Abend heulten um 20:00 Uhr die Sirenen eine Minute lang  und es fand eine grosse Gedenkfeier an der Klagemauer statt; Cafes, Restaurants und Kinos blieben geschlossen. Am Montag spielte das Radio traurige Lieder, man hoerte Geschichten von gefallenen Soldaten, Erinnerungen von deren Freunden. Es gab keine Werbung. In den Schulen und auf dem Militaerfriedhof auf dem Herzl-Berg wurden Gedenkfeiern abgehalten. Um 11 Uhr heulten die Sirenen zwei Minuten lang, alles stand still.

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Am Montagabend aenderte sich die Stimmung langsam, die Lieder wurden schneller, froehlicher, und man begann, sich auf die naechsten Feiern zu freuen:

Happy Birthday, Israel! Unser Staat wird 66 Jahre alt (oder jung). Die Schulen bleiben zu, die meisten Menschen haben frei. Und natuerlich froent man der Leidenschaft der Israelis: Auf jedem freien Flecken wird gegrillt (wir haben auch – mit 37 Personen bei uns im Garten. Es war sehr schoen, aber etwas ermuedend…)

Die Israelis sind – jedenfalls im Vergleich zum Schweizer Durchschnittsbuerger – ziemlich patriotisch. Man ist stolz auf sein Land. Flaggen haengen durchaus nicht nur zum Unabhaengigkeitstag an den Haeusern und in den Gaerten (obwohl ihre Anzahl in der Woche vor dem Ereignis exponential zunimmt, da sie sogar von den Autos wehen). Woher das kommt? Vielleicht davon, dass wir Juden kein anderes Land haben. Wir sind mit diesem Stueckchen Erde tief verbunden und sind stolz darauf, hier leben zu duerfen.

Dieses Jahr steht der Unabhaengigkeitstag ganz im Zeichen der Frau. Hier ist eine Liste von 66 beeindruckenden Frauen. 14 von ihnen durften an der offiziellen Feier auf dem Herzl-Berg am Montagabend die traditionellen 12 Fackeln anzuenden.

Im Radio wurden den ganzen Tag lang wunderschoene Lieder gespielt. Beispiele gefaellig? Bitte, hier:

Ein li Eretz acheret (Ich habe kein anderes Land)  – Text

HaDegel sheli (Meine Fahne) – Text

Eretz Israel sheli (Mein Land Israel)

 

Natuerlich darf auch die Nationalhymne nicht fehlen: Hatikva (Die Hoffnung) – Text

Eine unserer Flaggen

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