Erlebnis Enrico

Jahrelang habe ich auf diesen Moment gewartet, immer wieder Gelegenheiten verpasst, gehofft, vergeblich geplant, immer wieder kam etwas dazwischen. In der Schweiz war es nicht moeglich, im damals nahen Ausland ging es auch nicht, und hier in Israel dauerte es lange Jahre, bis es klappte. Aber endlich war es soweit: Enrico Macias kam in Reichweite!

Der beste Ehemann von allen organisierte uns Tickets fuer das Konzert in Jerusalem. Wir fuhren schon frueh los, damit wir nicht in die muehsamen Staus gerieten – eine Strategie, die Erfolg hatte. So kamen wir puenktlich (sprich: zwei Stunden vor Konzertbeginn) in der Hauptstadt an.

Einen Parkplatz fanden wir auch, naemlich direkt im International Convention Center (Binyaney HaUma) – allerdings erst, nachdem wir etwa drei Extrarunden gedreht hatten, da ein Freund einen besseren – lies: billigeren – Parkplatz empfohlen hatte. Den fanden wir jedoch nicht bzw. fuhren wir mehrmals an der schlecht beschrifteten Einfahrt vorbei…

Da wir ja noch Zeit hatten, beschlossen wir, vor dem Konzert etwas zu essen. In der Jaffa Road fanden wir ein kleines Lokaelchen namens „HaBaguettia“ (ungefaehr als „Baguetterie“ uebersetzbar). Der beste Ehemann von allen bestellte Huehnerfleisch  in – logischerweise – einer Baguette, ich entschied mich fuer „Salat Of“ (eigentlich Putensalat, enrpuppte sich hier jedoch als eine Auswahl an Salaten zusammen mit frisch gebratenen Haehnchenstuecken). Augenweide und Gaumenschmaus in einem! Bloss das Geschirr liess etwas zu wuenschen uebrig, aber das isst man ja nicht mit, oder?

Guten Appetit!

Zu Fuss ging’s zurueck in den Konzertsaal, wo wir unsere numerierten Plaetze auf der Empore einnahmen. Langsam stieg die freudige Erregung, die 37 (wir haben gezaehlt!) Musiker nahmen auf der Buehne ihre Plaetze ein.

Es wurde dunkel – und dann begann der Sesseltanz. Schon etwa 10 Minuten vor geplantem Konzertbeginn begannen alle um uns herum die Haelse zu strecken und die Koepfe zu verdrehen, um einen eventuell (in ihren Augen)  noch besseren, jedoch freigebliebenen Platz zu erspaehen. So liefen dann Leute gruppenweise von rechts nach links und von links nach rechts, von vorne nach hinten, bis sich nach etwa einer halben Stunde Ruhe einstellte. (Das Konzert begann fuer israelische Verhaeltnisse puenktlich eine Viertelstunde nach der angegebenen Zeit). Fuer diejenigen, die sich das nicht so vorstellen koennen: Es war ungefaehr so wie das hier, bloss beanspruchte niemand die vormals unbesetzten Plaetze zurueck.

Was soll ich sagen – es war einfach nur toll! Gute zwei Stunden Musik vom feinsten, ein wunderbares Publikum, das die meisten Lieder auswendig mitsingen konnte, ein begeisterter, spontaner und ansteckend froehlicher Enrico Macias. Der Mann ist 76 Jahre alt und hat noch immer dieselbe Stimme wie frueher. Wunderbar! Ich schwebte auf Wolke sieben – und der beste Ehemann erstand uns sogar noch die Doppel-CD von 2012 mit den meisten der im Konzert gesungenen Lieder drauf.

Hier einige Beispiele:

Le mendiant de l’amour

Juif espagnol

Pour toutes ces raisons, je t’aime

Aïe, aïe, aïe, comme je l’aime

Aux talons de ses souliers

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