Begruendete Befuerchtungen

Die Feiertage stehen vor der Tuer: Rosh haShana (Neujahr), Yom Kippur (Versoehnungstag) und Sukkot (Laubhuetttenfest). Dazu noch mein Geburtstag und Familienbesuch aus der alten Heimat. Alles schoene Dinge, moechte man meinen. Und doch will sich keine rechte Vorfreude einstellen.

Alle Israelis, besonders wir Einwohner des Suedens, sind besorgt, bedrueckt und angespannt. Die Waffenruhe am Ende der Offensive „Zuk Eitan“ (Protective Edge) wurde fuer einen Monat vereinbart. Von diesem Monat sind drei Wochen bereits um. Die Verhandlungen sollten also bald wieder beginnen – allerdings ist bekannt, was die Hamas fordert, genauso wie bekannt ist, was Israel nicht zu geben bereit ist, weil es reiner Selbstmord waere. Die Kluft ist praktisch unueberbrueckbar. Und genau das macht uns Sorgen.

Die naechste „Runde“, der naechste Schlagabtausch ist nur eine Frage der Zeit. Leider. Und traurigerweise scheint sich das zu bewahrheiten, denn heute fiel die erste Moersergranate aus Gaza auf israelisches Gebiet. Die Hamas will davon nichts gewusst haben, wahrscheinlich genau so, wie sie von der Entfuehrung der drei Jugendlichen nichts wusste…

Nachtrag: Die Basler Zeitung meldet den Beschuss tatsaechlich – bravo! Die NZZ hielt es offenbar nicht fuer noetig, es zu erwaehnen.

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