Heidi, reloaded

Unsere Familie (jedenfalls die Dreiviertelsmehrheit) ist momentan voll im Heidi-Fieber. Heidi, du weisst schon – das Waisenmaedchen aus Maienfeld, das bei, Alp-Oehi aufwaechst, von Tante Dete nach Frankfurt zu Familie Sesemann gebracht wird, dort die gelaehmte Klara aufmuntern soll, dann vor Heimweh krank wird und deswegen zurueck zum Alp-Oehi darf. Dann kommt Klara Heidi auf der Alp besuchen,  wird wieder gesund – und der Geissenpeter schiebt ihren Rollstuhl mit Karacho in den Abgrund.

Genau dieser Kinderbuch-Klassiker von Johanna Spyri steht hier grad sehr hoch im Kurs. Ich habe das Buch meinen Kindern vor einiger Zeit schon mal erzaehlt, Tochterkind hat es daraufhin auf Hebraeisch gelesen (aus der Bibliothek) – und jetzt sehen wir uns die 26 Folgen der Fernsehserie aus dem Jahr 1978 an. Immer schoen haeppchenweise, maximal drei Folgen am Stueck.

Das versetzt mich in meine Kindheit zurueck. Damals – also anno 1978 – wurde diese Serie naemlich im Fernsehen ausgestrahlt. Unsereiner hatte daheim kein solches Geraet, aber meine Grosseltern sehr wohl. Dorthin durfte ich also jeweils pilgern, um die 26-minuetige Sendung zu geniessen. Soweit ich mich erinnere, wurden die Folgen zweimal pro Woche ausgestrahlt, immer dienstags und freitags.

Damals also, in meiner Jugend, gab es noch keine Videogeraete und aehnliche technische Errungenschaften. (Jaja, sooo alt bin ich schon!) Nein, wer eine Sendung sehen wollte, musste sich puenktlich vor dem Fernseher einfinden und so lange davor sitzenbleiben, bis die Vorstellung zu Ende war.

Es begab sich also, dass wir (Eltern, Bruderherz und ich) einmal nicht daheim weilten, als Heidi wieder dran war. (Wahrscheinlich war es sogar mehr als einmal, aber ich erinnere mich nur an ein einziges Mal). Wir weilten gerade im Emmental in den Ferien – aber Heidi verpassen war unmoeglich! Also fragte meine Mama den benachbarten Bauern und seine Frau, ob ich vielleicht bei ihnen im Wohnzimmer…

Tatsaechlich durfte ich. Heidi schauen. Beim Bauern. Auf dem Sofa. Und: Er guckte mit. Die ganze Folge lang – ich nehme heute sogar stark an, dass er nicht nur meinetwegen daneben sass 🙂

Uebrigens konnte ich die Titelmelodie gleich wieder mitsingen!

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