Probealarm

Diese Woche findet eine gross angelegte Notfall- oder Krisenuebung statt. Beteiligt sind Militaer, Zivilschutz, REttungspersonal und alles, was sonst noch so dazugehoert. Hier bei uns merkt man vor allem an den vielen Flugzeugen, dass etwas anders ist als sonst.

Heute fand ein landesweiter Probealarm statt. Alle Sirenen heulten wie vorangekuendigt um 11:05 Uhr und nochmals um 19:05 Uhr. Man solle sich in den Schutzraum begeben und sich verhalten wie bei einem echten Alarm, hiess es.

Es ist seltsam: Obwohl ich weiss, dass es sich nur um einen Probealarm handelt, verpasst das Herz einen Schlag und der Koerper schuettet Adrenalin aus. Ich  sitze im Schutzraum und warte auf die Bumms, die natuerlich diesmal nicht kommen. Zum Glueck nicht.

Aehnlich ist es uebrigens bei den Sirenen zum Holocaust-Gedenktag und zum Gedenktag fuer die gefallenen Soldaten. Obwohl der Ton ein anderer ist (gleichbleibend, nicht steigend und fallend) und obwohl ich genau weiss, wann die Sirenen losheulen, gibt es da diese Schrecksekunde, in der mir buchstaeblich das Herz stillsteht.

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Sirene auf Schulhaus

Eins ist also klar: Nein, man gewoehnt sich nicht an die Alarme. Nie. Man lernt nur, damit zu leben.

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