In die Vergangenheit versetzt

Manchmal moechte man die Uhr zurueckdrehen. Einen Moment aus der Vergangenheit (der eigenen oder derjenigen der Welt im Allgemeinen) noch einmal oder zum ersten Mal erleben, sehen, wie es sich anfuehlt, in einer anderen Zeit zu sein.

Dies ist nun in Deutschland moeglich, und zwar auf Campus Galli. Dort entsteht nach einem Plan aus dem 9. Jahrhundert eine Klosterstadt – und sie wird mit den damaligen Werkzeugen erschaffen. Diejenigen, die dort arbeiten, tragen Kleidung aus dieser Zeit und legen Uhren, Handys und anderen Neuzeitkram ab. Faszinierend!

Das riesige Gelaende befindet sich mitten in einem Waldstueck. Angrenzend findet man die Wiesen, welche den Bienen als Nahrungsquelle, aber auch den FaerberInnen als „Vorrat“ dienen. Die Zeit scheint dort stillzustehen – niemand ist gestresst, keiner hetzt herum… obwohl alle am Arbeiten sind.

Die Besucher bezahlen einen Eintrittspreis und koennen dann den ganzen Tag (10-18 Uhr) auf der Baustelle verbringen. Ueberall kann man den (Bau-)Arbeiten zusehen und natuerlich die vielen Fragen stellen, die sich einem aufdraengen. Die ArbeiterInnen geben gerne und fachkundig Auskunft und ermoeglichen so einen faszinierenden Blick in die Vergangenheit (obwohl ich eigentlich ganz froh bin, im Hier und Heute zu leben – die Bedingungen sind doch um Welten besser, denke man nur an Kinder- und Saeuglingssterblichkeit, fehlende Hygiene und damit verbundene Krankheiten/Seuchen, fehlende Impfungen, niedere Lebenserwartung etc, von den Kriegen ganz zu schweigen). Aber interessant und deshalb empfehlenswert ist es trotzdem.

Genug der Worte, ich lasse jetzt die Bilder sprechen.

IMG_5730

Schild

Klosterstadtplan

Korbflechterin

Seilmacherinnen

Seile drehen

Drechslerin

Esse

schmieden

fertig!Toepferin

toepfern

Schindelmacher

Anachronismus

(Der Steinmetz dokumentiert die Fortschritte auf der Baustelle, daher der moderne Einschlag).

Ein besonders herzliches Dankeschoen gebuehrt an dieser Stelle Familie Sch. aus H., die uns diesen Besuch ueberhaupt ermoeglicht hat und ohne die wir von diesem spannenden Projekt nichts wuessten. Ausserdem waren sie bereit, mich samt meiner Mama und der Rasselbande (Sohn und Tochter alias Ramba und Zamba) bei sich daheim zu beherbergen und nach Strich und Faden zu verwoehnen – DANKE!!!

Wer sich ueber die Fortschritte auf Campus Galli auf dem laufenden halten moechte, dem sei hiermit der Campus Galli-Blog empfohlen.

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