Unsere Chanukkaferien

Die Kinder hatten ja ab der zweiten Kerze Chanukkaferien – eine ganze Woche lang. Da wir das Glück haben, dass der beste Ehemann von allen Lehrer ist, konnten wir die Ferien als Familie geniessen. Hier einige unserer Highlights:

 

High School Pestigal

Jedes Jahr gibt es das „Pestigal“ – eigentlich hiesse es „Festigal„, aber da das Hebräisch sich mit dem Laut F am Wortanfang schwertut, ist es eben das Pestigal. Lange habe ich mich gegen diese Massenveranstaltung gewehrt, doch dieses Jahr insistierte Tochterkind so lange, bis ich mich breitschlagen liess. Und: Ich habe es nicht bereut. Mitreissende Musik mit Ohrwurmpotential, bekannte/berühmte Saenger/Schauspieler, gute Kulissen… was will man mehr?

Die Story: Eine Schule hält jedes Jahr einen Gesangswettbewerb ab, doch jedes Jahr gibt es nur eine Teilnehmerin und damit auch die Siegerin: Shiran. Sie ist die unbestrittene Königin der Schule und keiner wehrt sich gegen sie. Dann kommt ein neues Mädchen, Eliana,  in ebendiese Schule – und sie kann singen. Der Naturkundelehrer überzeugt sie, auch einen Beitrag einzureichen, doch natürlich versucht Shirans Mutter (!) mit allen Mitteln, die Konkurrenz auszuschalten. In letzter Minute versteht auch Shiran das Komplott und schlägt sich auf Elianas Seite, worauf sich alles in Frieden, Freude und Eierkuchen auflöst. Als Gastsänger fungierte dieses Jahr Muki, der auch Sänger des Jahres war.

Auszüge aus dem Trailer findest du hier, hier und hier, das ganze Musical kannst du hier ansehen.

 

Souk in unserer Nachbarstadt

Einmal wöchentlich findet in unserer grösseren Nachbarstadt ein Souk statt. Dort findet man alles, von Kleidern über Spielzeug, Spiegel und Stöckelschuhe bis zu Gemüse und Früchten. Ich war eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr dort und genoss es, mit den Kindern durch die Stände zu schlendern und uns an allem sattzusehen. Die Ausbeute: Ich erstand mir zwei Sportoberteile, Tochterkind eine Wollmütze (gerade total in) und eine schicke Tasche.

 

Fackellauf in unserem Wohnort

Schon seit drei Jahren sind wir jedes Mal dabei am traditionellen Fackelzug durch unser Dorf. Man beginnt am anderen Ende und endet in „unserem“ Schulhaus, wo eine Chanukkia angezündet wird, man einige Lieder singt und es Sufganiot für alle gibt.

Feuerschrift

Dieses Jahr waren es leider nur wenige Teilnehmer, aber „dank“ der neuesten Brandschutzbestimmungen darf man sowieso nur maximal 19 brennende Fackeln mitführen. Sind es mehr, müssen Feuerlöscher stets in Reichweite sein. Tochterkinds Fackel schaffte es als einzige, brennend am Zielort anzukommen – und die Sufganiot schmeckten himmlisch!

 

Ausflug in den Norden

Trotz schlechter Wetterprognose wagten wir uns nach einem Blick aus dem Fenster (Sonnenschein! Wolkenloser Himmel!) aus dem Haus. Die Fahrt ging nach Ramat Hanadiv – das ist ein wunderschöner Park zum Gedenken an den Baron Edmumd de Rothschild. Trotz relativ vieler Leute war es nicht überfüllt und wir konnten die Ruhe und den Frieden, die dieser Ort ausstrahlt, so richtig geniessen.

 

Judoturnier in Netanya

Inzwischen trainieren ja beide meine Kinder im Judokader, doch Sohnemann ist gerade noch ein wenig zu jung, um an Turnieren teilzunehmen (abgesehen davon, dass er die vorgeschriebene ärztliche Untersuchung noch vor sich hat). Eigentlich war geplant gewesen, als ganze Familie mitzufahren, aber nach der Überschwemmung vom Morgen beschlossen wir, dass der beste Ehemann von allen zusammen mit unserem Sohn besser das Dach flickt (ja, auch durchs Dach kam Regen in die gute Stube…) und ich alleine mit Tochterkind nach Netanya fahre.

Es war eine kleinere Halle und hatte weniger Teilnehmer als gewohnt. Tochterkind war weniger nervös als gewohnt und bestritt drei Kämpfe. Den ersten gewann sie (technischer Sieg, denn die Gegnerin trat gar nicht erst an), die beiden anderen verlor sie. Besonders vom letzten Kampf war sie enttäuscht: Der Richter entschied, ihre Gegnerin habe sie in einer Festhaltetechnik fixiert, obwohl Tochterkind auf dem Bauch lag, was eigentlich die Festhaltetechnik ungültig macht…

Tochterkind fand sich also damit ab, keine Medaille zu erhalten – und war dann gemeinsam mit mir total überrascht, als sie für die Silbermedaille aufs Podest durfte!

 

Musical „Anne of Green Gables“

Als Abschluss unserer Ferien fuhren wir nach Ramat Gan ins Theater, wo das Musical „Ha’assufit“ gespielt wurde. Es handelt sich hierbei um die bekannte Geschichte von Anne Shirley, die als Waisenkind von Marilla und Matthew Cuthbert adoptiert wird – dies, obwohl die Cuthberts eigentlich einen Jungen gewollt hätten, der ihnen bei der Arbeit auf ihrer Farm helfen kann. Mit ihrer offenen und direkten Art wird die rothaarige Anne bald bei Jung und Alt beliebt und erlebt mancherlei Abenteuer. Zu guter Letzt versöhnt sie sich auch noch mit ihrem Schulfeind Gilbert Blythe, und die beiden beginnen eine zarte Freundschaft.

Das Musical lässt sich in einem einzigen Wort beschreiben: WUNDERBAR. Es war einfach spitze, alles, die Kostüme, die Schauspieler/SängerInnen, die Lieder, die Geschichte… Tochterkind und ich waren sogar zu Tränen gerührt.

Wer die „Anne of Green Gables„-Bücher nicht kennt, dem sei hiermit wärmstens empfohlen, diese Bildungslücke dringend zu schliessen. Es lohnt sich!

 

 

 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Feiertage, Kinder, persoenlich veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s