Pessach und der Putzwahn

Pessach steht vor der Tuer. Pessach, das Fest der ungesaeuerten Brote. Eine Woche lang essen wir anstatt Brot Matzot, eine Art Knaeckebrot. Nicht nur duerfen wir in dieser Zeit nichts Gesaeuertes essen, sondern auch im Haus darf waehrend dieser Zeit nichts Gesaeuertes vorhanden sein.

Die Vorschrift, den Haushalt von Gesaeuertem zu reinigen, fuehrt zu einer Art Putzwahn bei der juedischen Hausfrau (vielleicht stammt sogar der allseits bekannte Fruehlingsputz davon ab, wer weiss?) Putzen ist gut, recht und auch notwendig, vor allem in einem staubigen Land wie diesem hier. Aber: Dreck ist nicht Gesaeuertes. Ein Haus darf also waehrend Pessach durchaus staubig oder anderweitig schmutzig sein, solange der Staub nicht aus Brotkruemeln besteht.

Deshalb versuche ich dieses Jahr vernuenftig zu sein (das muss ich schon deshalb, weil ich dieses Jahr deutlich weniger Stunden zum Putzen zur Verfuegung habe als zum Beispiel im Vorjahr) und mich mehr oder weniger auf das Wesentliche zu beschraenken.

Die Kleiderschraenke miste ich naemlich ohnehin regelmaessig aus und habe – Ueberraschung! – noch nie auch nur einen einzigen Brotkruemel dabei gefunden. Und in den Buechergestellen isst bei uns niemand etwas, sei es nun gesaeuert oder nicht.

In diesem Sinne: Frohes Pessach – und nicht allzuviel Stress!

 

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Eine Antwort zu Pessach und der Putzwahn

  1. Hadassa schreibt:

    Ich finde das SEHR vernünftig. 🙂

    Liebe Grüße,
    Hadassa

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