Ein bisschen Judo

Meine Tochter macht Judo, schon seit Jahren. Sie mag diesen Sport, der hier in Israel als eher „undamenhaft“ angesehen wurde – bis Yarden Gerbi Weltmeisterin wurde. Das änderte das Image dieses Sports so ziemlich, denn Yarden Gerbi ist sehr weiblich. Und dazu sehr nett, ganz ohne Starallüren. Das weiss ich, weil ich sie schon zweimal getroffen habe und bei diesen Gelegenheiten auch mit ihr sprechen konnte.

Jedenfalls hatte Tochters Judotrainer ein gemeinsames Training für Elternteil und Kind angesetzt. Einerseits dient das dazu, den „neuen“ Eltern das Judo ein wenig näherzubringen, andrerseits ist es ganz einfach toll, etwas mit dem Sportlerkind zu unternehmen.

Tochter wünschte sich, dass ich mitkomme – letztes Mal sei Papa dabei gewesen, und sie wechsle gerecht ab, damit sich keiner benachteiligt fühle, meinte sie.

Also zog ich die Sportklamotten an und fuhr mit ihr zur Judohalle. Ausser mir waren nur zwei der begleitenden Eltern Mütter, der Rest Väter (allerdings waren auch alle jungen Teilnehmer ausser meiner Tochter Jungs).

Zuerst gab es ein Aufwärmen, Laufen rund um die Halle mit verschiedenen „Schikanen“: Fersen zum Po, Knie zur Brust, Boden berühren, Richtungswechsel auf Pfiff etc. Danach durften wir Rollen auf weichen Matten machen – da schied sich bereits die Spreu vom Weizen, denn viele Eltern passten (zwei Väter und ich machten aber mit). Danach durften wir die Kinder am Gürtel über den Boden schleifen – einmal zogen sie sich vorwärts, ab der Hallenmitte war die Kraft des Elternteils gefragt. Da zahlte sich mein regelmässiges Krafttraining aus 🙂

Danach durften wir Eltern unsere Kinder umwerfen – natürlich nach Anleitung. Aus Rücksicht auf unsere alten Knochen mussten wir uns nicht werfen lassen (obwohl die Kinder das liebend gern getan hätten). Und natürlich gab es auch noch Kämpfe Eltern gegen Kinder, die unter viel Gelächter stattfanden.

Zum Abschluss durften die SportlerInnen am Seil hochklettern, wobei meine Tochter eine sehr gute Figur machte. Sie klettert schnell und sicher und strahlt dabei auch noch…

 

Viel zu schnell war die Dreiviertelstunde um. Ich habe die Zeit mit meiner Tochter sehr genossen und freue mich schon auf ein nächstes gemeinsames Training.

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