Kulinarische Köstlichkeiten

Die Bat Mitzwa-Feier unserer Tochter liegt zwar gefühlt noch in weiter Ferne, doch so vieles muss noch organisiert werden und die Zeit rast viel zu schnell. Wir hoffen sehr, dass wir die wichtigsten Dinge bald schon gänzlich unter Dach haben (ganz vieles ist bereits fest ausgemacht, aber es fehlen eben doch noch einige Ecken und Enden).

Da nächste Woche Pessach ist und die darauffolgenden Wochen bis Shavuot im Judentum als Trauerzeit gelten (Omerzählung) und deshalb keine Familienfeiern stattfinden können, kamen wir schon diese Woche in den Genuss kulinarischer Köstlichkeiten im Zusammenhang mit unserer Bat Mitzwa, und das kam so:

Tochters Feier findet in einem der vielen Festsäle statt, die es überall gibt. Hochzeiten und andere Familienfeste werden hier gern im ganz grossen Rahmen gefeiert, weshalb viele Säle eine Untergrenze für die Anzahl der Gäste festlegen. Meist liegt diese so bei 300-400 Personen – die Untergrenze, wohlverstanden! Man kann sich also vorstellen, wie riesig solche Feiern im allgemeinen sind (ok, die Familien sind hierzulande auch eher grösser, weshalb schon die engste Verwandtschaft locker 250 Personen umfassen kann).

„Unseren“ Saal haben wir bereits vor Wochen (oder waren es sogar Monate?) reserviert. Jetzt wurden wir zu einem Probeessen eingeladen.

Es geht darum, das mehrgängige Menü festzulegen. Dazu isst man sich quer durch das Angebot und entscheidet danach, welche der angebotenen Speisen am eigenen Fest auf den Tisch kommen. Man darf auch Anregungen geben (z. B. wenn es weniger scharf/schärfer/süsser/salziger sein soll). Endgültig festgelegt wird das Menü bei einem weiteren Treffen, an dem auch der Zeitrahmen festgesetzt wird (also wann der 1., 2. und letzte Gang serviert werden sollen).

Erwartungsvoll fanden wir uns also in unserem Saal ein. Ausser uns waren noch weitere vier oder fünf Familien dort, die in nächster Zeit (also im Mai, bis dahin ist ja noch Trauerzeit) feiern. Jede Familie sass an einem separaten Tisch, mit jeweils einem leeren Tisch dazwischen, sodass man sich überhaupt nicht gegenseitig störte.

Dann kamen die Menübestandteile: zuerst natürlich allerlei „Salatim“, Antipasti in jeder Form und Farbe, warm und kalt. Dazu herrliches Pitabrot frisch aus dem Ofen. Danach folgten zwei Fischgerichte und vier Gebäcke als Möglichkeiten für den ersten Gang, fünf Fleischgerichte als Optionen für den Hauptgang und sieben mögliche Nachspeisen.

Natürlich isst man nicht von allem eine volle Portion, das wäre unmöglich. Nein, jedes Gericht kommt einmal so auf den Tisch, wie es am Fest dann serviert werden wird. Davon nimmt sich jeder einige Bissen und schreibt dann auf, wie er es findet. Bei einigen Gängen waren wir uns sofort einig, bei anderen muss man noch etwas verhandeln.

Geschmeckt hat uns alles, und wir haben das Probeessen als gelungenen, friedlichen Abend als Familie verbucht – toll!

 

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