Geschafft!

Wir haben es geschafft. Wir sind geschafft. Und stolz. Und müde. Und zufrieden. Sehr zufrieden sogar.

Die Bat Mitzwa meiner Tochter war ein voller Erfolg. Wir haben so viel Zeit, Energie, Ideen, Kraft und nicht zuletzt auch Geld investiert – und es hat sich tausendfach gelohnt.

Die erste Überraschung für meine Tochter gab es schon einige Tage vor dem grossen Tag. Da kam nämlich meine beste Freundin A. aus der Schweiz angereist, um am Fest dabei zu sein. Sie schaffte es, Tochter von der Schule abzuholen. Die Freude war riesig!

Tag X: Bereits am Morgen waren Tochter und ich bei der Schmink- und Frisierdame. Sie hat ihre Sache sehr gut gemacht; wir fühlten uns beide mit Frisur und Make-Up wohl und „uns selbst“, d. h. nicht angemalt.

Danach ging es heim, zum Umziehen. Tochter zog ihr schickes, klassisch langes, weisses Kleid an, ich mein altes Hochzeitskleid (jaja, da passe ich tatsächlich auch nach 15 Jahren noch rein – ich war selbst erstaunt). Das war eine Überraschung für meine Mama, die eigens aus der alten Heimat angereist war, um den grossen Moment im Leben ihrer ersten Enkelin live mitzuerleben. Wir hatten ihr nämlich gesagt, ich zöge Hotpants und ein bauchfreies Oberteil an…

Per Auto fuhren wir zum Festsaal. Dort besprachen wir noch einige Details zu Licht und Musik, Tochter probte nochmals ihren Tanz – und dann kamen auch schon die ersten Gäste.

Man schlenderte im Garten des Saales herum, wo allerlei Stände mit kulinarischen Köstlichkeiten zur Verfügung standen. Ich kam allerdings kaum zum Essen, denn wir „mussten“ immer wieder für Fotos posieren, Leute begrüssen, Geschenke entgegennehmen (einige Gäste brachten kleine Geschenke für Tochter, zusätzlich zum Umschlag mit Bargeld oder Scheck, der als Geschenk hier üblich ist).

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Dann wurde der Saal geöffet, und die Gäste suchten sich ihren Sitzplatz. Wir hatten nur Schilder auf die Tische gestellt, auf denen bestimmte Gruppen von Menschen bezeichnet waren, also zum Beispiel „Arbeitskollegen des besten Ehemannes von allen“ oder so. Platzkarten gab es keine.

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Wir stellten uns vorne beim DJ auf, ich mit der Gitarre. Tochterkind stand am Eingang und schritt zu den Klängen des vor einer Woche eingespielten Liedes auf uns zu. Es war ein sehr bewegender Moment, wir uns danach auch von vielen bestätigt wurde.

Der beste Ehemann von allen sagte etwas, danach sprach Tochter kurz, dann wurde getanzt. Die Musik hielt sich auf einer für hiesige Verhältnisse niedrigen Lautstärke, genau so, wie wir es mit dem DJ ausgemacht hatten. Während des Essens spielte er wirklich nur Hintergrundmusik. Die ganze Zeit über liefen Fotos aus Tochters Leben über den riesigen Bildschirm.

Nach dem ersten Gang zeigten wir die Fotopräsentation, die mein begabter Schwager für uns angefertigt hatte: Fotos und kurze Filmsequenzen zeigten die 12 Lebensjahre meiner Tochter auf, alles mit Musik unterlegt und grafisch gekonnt gemacht. Wir wurden sogar gefragt, welche Firma wir denn damit beauftragt hätten!

Darauf folgten einige Videobotschaften von Verwandten, die nicht dabei sein konnten. Tochterkind wusste davon, war aber nicht auf die Überraschung gefasst, die dann kam: Yarden Gerbi höchstpersönlich beglückwünschte sie zur Bat Mitzwa! Die Freude war übergross, zumal Tochter im Vorfeld Enttäuschung geäussert hatte: Ob denn wirklich kein/ Prominente/r noch etwas sage?

Der Tanz von Vater und Tochter war ein weiteres Highlight. Wie eine Elfe schwebte meine Tochter übers Parkett – und auch das war nicht „wie bei allen anderen“, denn sie tanzten keinen Slow, sondern einen Paso Doble. Danach wurde frei getanzt, und die Stimmung war einfach super.

Unsere Lieblingssängerin Bat Ella kam eigens vorbei, um zwei Lieder zu singen. Auch das war ein unvergesslicher Moment, den wir alle sehr genossen. Sie lud uns gleich noch ein zu ihrem Konzert, das Anfang Juli stattfindet. So eine tolle, positive, liebevolle, starke Frau – es ist ein Privileg, sie kennen zu dürfen.

Der Hauptgang kam, alle assen. Für die Kinder (und auch für die Erwachsenen) gab es zudem eine süsse Bar, wo man sich mit allerlei Süssigkeiten eindecken konnte. Sehr schön gemacht und den ganzen Abend lang gut bestückt.

Ein weiteres eindeutiges Highlight war Tochters Judodarbietung. Obwohl – da passierte uns noch eine Panne: Ihr neuer Judogi blieb in der vorbereiteten Tüte daheim liegen… Zum Glück hatte eine ihrer grossen Judoschwestern – die Judoleute sind weit mehr als nur Freunde für sie – ihren Anzug dabei. Der war zwar viel zu gross, liess sich aber mit durchsichtigem Klebeband auf die richtige Grösse zurecht“stutzen“. Tochter und ihr Partner legten eine filmreife Vorstellung hin, die – untermalt von dramatischer Musik und der richtigen Beleuchtung – bei allen Gästen einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat.

Es gab auch noch Nachtisch, und dann war das rauschende Fest vorbei. Geschafft!

Wir haben unendlich viele positive Rückmeldungen erhalten, schwebten mindestens drei Tage danach noch auf der Glückswelle durch die Gegend, sind geschafft, aber mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. Danke an alle Mitwirkenden sowie an alle, die an uns gedacht haben an diesem besonderen Abend!

Und einen besonderen Dank meiner besten Freundin H. für das wunderschöne Kompliment auf ihrem Blog!

 

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Eine Antwort zu Geschafft!

  1. samybee schreibt:

    Wow! Was für ein Ereignis!!! Wie hast Du es geschafft so viel vor deiner Tochter geheim zu halten? Wahnsinn!

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