Buchtipp: Nathan und seine Kinder

„Vor grauen Jahren lebt‘ ein Mann im Osten,

Der einen Ring von unschätzbarem Wert‘

Aus lieber Hand besass. Der Stein war ein

Opal, der hundert schöne Farben spielte,

Und hatte die geheime Kraft, vor G-tt

Und Menschen angenehm zu machen, wer

in dieser Zuversicht ihn trug. (…)“

 

Die Ringparabel. Wer kennt sie nicht? Gotthold Ephraim Lessing hat sie in seinem Theaterstück „Nathan der Weise“ aufgeschrieben, in fünffüssigen Jamben. Das war damals Schulstoff und oft eher langweilig.

In den letzten Tagen habe ich das im Jahre 2009 erschienene Buch „Nathan und seine Kinder“ von Mirjam Pressler gelesen, welches den Stoff aus Lessings Theaterstück aufgreift, modernisiert und total aktuell rüberbringt. Jede Person kommt darin zu Wort, aus ihrer Sichtweise. Man spürt die religiöse Spannung, die im damaligen Jerusalem herrschte und leider auch heute noch nicht verschwunden ist. Man spürt die Dilemmas, denen die Personen ausgesetzt sind. Und man spürt, dass die ganze Problematik bei weitem noch nicht ausgestanden ist.

Eine absolut empfehlenswerte Lektüre!

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