Vor 22 Jahren…

…klingelte zu nachtschlafener Zeit das Telefon. Abends um 22 Uhr oder sogar noch ein wenig später ist in der Schweiz nachtschlafen, vor allem, wenn das Telefon in der Stube einer Familie und nicht eines jungen Singles klingelt. Was war wohl passiert?

Am Apparat war ein Freund aus Israel, der mir ganz geschockt mitteilte, Yitzchak Rabin sei soeben erschossen worden. Wahrscheinlich war ich eine der ersten, die in der Schweiz über den Mord Bescheid wussten, denn in den Medien war noch nichts davon zu vernehmen.

Ich erinnere mich noch genau an diesen Moment. Alle waren wir schockiert, entsetzt, vor den Kopf gestossen. Erst dachte man, der Täter sei ein arabischer Terrorist , und als sich herausstellte, dass der Mörder aus den eigenen Reihen stammte, also Jude war, vertiefte sich das Gefühl der Hilflosigkeit noch.

 

 

Heute ist Rabin-Gedenktag. In den Schulen werden besinnliche Feiern abgehalten, Radio und Fernsehen thematisieren das Geschehen von vor 22 Jahren. Man erinnert sich.

Und der von Rabin angestrebte Friede liegt immer noch in weiter Ferne…

 

Advertisements
Veröffentlicht unter Alltag, Israel, Politik | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

Here we go again

Gestern sprengte die israelische Armee einen Terrortunnel, der von Gaza bis weit in israelisches Territorium hinein führte. Durch solche Tunnels dringen Terroristen tief in israelisches Gebiet ein und führen Anschläge durch – oder versuchen, israelische Bürger zu entführen, um damit gefangene Palästinenser freizupressen. Bei der Explosion kamen mehrere Terroristen ums Leben.

Natürlich bin ich ab sofort in höchster Alarmbereitschaft, denn dies wird wohl schon bald eine „Vergeltungsaktion“ aus Gaza nach sich ziehen… unser Schutzraum ist jedenfalls bereit.

Artikel dazu findest du hier (englisch) und hier (deutsch; es stört mich jedoch, dass das Wort Terrortunnel in Anführungszeichen steht…)

Veröffentlicht unter Israel, News, Palaestinenser, persoenlich | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

Geburtstag!

Ich durfte vor kurzer Zeit Geburtstag feiern, und zwar meinen eigenen. Da die Kinder ein Veto gegen eine gekaufte Geburtstagstorte einlegten und gegen eine von mir gebackene gleich auch, machten sie sich selbst ans Werk und zauberten mir eine wundervolle, leckere Torte:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wir feiern immer beim Frühstück, und da dieses Jahr mein Geburtstag auf einen meiner Arbeitstage fiel, feierten wir am Tag davor – denn da musste niemand von uns schon um 6:30 aus dem Haus sein.

Wie jedes Mal gab es einen geschmückten Tisch, Pakete und Überraschungen und Luftballons.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ich wurde so reich beschenkt – tausend Dank!

Ausgepackt

Und da der „richtige“ Geburtstag erst am Folgetag stattfand, wurde ich gleich nochmals gefeiert, nämlich mit Anrufen, WhatsApp-Nachrichten, SMS und Mails. Danke!

Veröffentlicht unter Kinder, persoenlich | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

Ein wundervolles Wochenende

An Chol haMo’ed Sukkot entführte uns mein Mann in (meiner Meinung nach) eines der schönsten Hotels in Israel, das Hacienda Forest View. Da entspannt man sich schon bei der Ankunft, denn alles ist grün, hell und ruhig. Bilder sagen mehr als Worte:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Es war wunderschön!

Veröffentlicht unter Ferien, Israel, persoenlich | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

Zu Yom Kippur

 

Mögt Ihr alle ins Buch des Lebens eingeschrieben werden!

Bat Ella: B’sefer Chayim

(Quelle: YouTube)

בספר חיים ברכה ושלום ופרנסה טובה.
נזכר ונכתב לפנייך אנחנו וכל עמך בית ישראל,
לחיים טובים ולשלום.

 

Veröffentlicht unter Israel, Judentum | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Ein Jahr danach…

Seit einem Jahr ist Wolf nun bei uns. Hat sich positiv verändert, nicht wahr?

2017-09-27 15.52.24.jpg

Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

Bye bye, Batman

Am Mittwoch, am Vorabend des jüdischen Neujahrsfestes, musste ich unseren schwarzen Kater Batman einschläfern lassen.

Batman gehörte zu unseren „Draussenkatzen“ und war der letzte verbleibende Spross aus Pumas einzigem Wurf. Da er nicht ständig in unserer Nähe war, bemerkten wir seine Erkrankung erst recht spät… er hatte wohl einen Tumor in der Nase und konnte nur noch schlecht atmen. Es kam mir vor, als hätte er bei uns Hilfe gesucht, denn am Montagabend wehrte er sich nicht gegen den Katzenkorb. Ich nahm ihn zur Tierärztin, die meinte, man könne eventuell trotz allem mit Antibiotika noch etwas retten – aber am Mittwochmorgen war dann sein Zustand so schlecht, dass ich entscheiden musste, ihn gehen zu lassen.

Die Tierärztin war sehr einfühlsam, ich war bis zum Schluss bei ihm, und Batman spürte wirklich nichts. Er entspannte und schlief ein, und dann hörte das Herz auf zu schlagen. Als wir ihn begruben, sah er ganz friedlich aus.

Batman

Bye bye, Batman, du fehlst uns.

Veröffentlicht unter Katzen | Verschlagwortet mit , , | 1 Kommentar

Schule: Lust und Frust

Heute habe ich zwei Nachrichten für dich: Eine gute und eine schlechte.

Die gute zuerst: Meine Tochter ist begeistert von der neuen Schule. Dies, obwohl sie mit dem Bus hin- und zurückfahren muss, obwohl sie in der Klasse gar niemanden kannte, obwohl sie lange Tage hat (oft kommt sie erst nach 16 Uhr heim), obwohl sie viele Hausaufgaben hat. Sie fühlt sich wohl in der Klasse, fühlt sich von ihren Kameraden und Kameradinnen angenommen. Sie hat jetzt echte Gesprächspartner, die ähnliches wie sie erlebt haben (Mobbing, Ignoriert-werden, Aussenseiter sein etc). Tochter kommt zufrieden heim und setzt sich gleich an die Hausaufgaben. Sie achtet sehr darauf, alles noch am selben Tag zu erledigen – das haben wir nämlich im letzten Jahr bereits geübt, denn so hält sich die Belastung dann doch noch in überschaubaren Grenzen. Daneben geht sie nach wie vor viermal die Woche ins Judo.

Die schlechte Nachricht: Mein Sohn hat das Schuljahr eher auf dem linken Fuss begonnen. Er hat eine neue Klassenlehrerin, ist jetzt in der Fünften und damit schon bei den Grossen im Schulhaus (die Grundschule geht bis zur sechsten Klasse). Ich bin eigentlich selber überrascht davon, wie unsensibel der Schuljahresanfang von Seiten der Lehrerinnen – in allen Fächern, da war die Klassenlehrerin sogar eher auf der lieben Seite – gehandhabt wurde. Man liess die Schülerinnen seitenweise Gedichte von der Wandtafel abschreiben, danach auch noch Fragen dazu, die sie als Hausaufgaben beantworten sollten. Schön und gut, aber mein Kind hat ADS und dadurch grosse Mühe mit Abschreiben. Wenn es dann noch so eine Menge ist, geht der Laden runter und die Verweigerung setzt ein. Mein Sohn kam sogar weinend nach Hause, weil er nicht mehr als höchstens eineinhalb Zeilen schaffte… DAS muss doch so nicht sein, oder? Ja, ich weiss, die Kinder sind schon gross, aber sie hatten gerade erst zwei Monate lang Ferien und alle damit verbundenen Freiheiten. Da könnte man doch wenigstens die erste Woche etwas milder gestalten, nicht?

Jedenfalls habe ich mit einigen Lehrerinnen bereits gesprochen, und eine Hiobsbotschaft erhalten: Das Erziehungsministerium hat offenbar alle Erleichterungen für Kinder mit Lernschwierigkeiten annulliert – mit Ausnahme derjenigen, die Sonderunterricht oder spezielle Förderstunden erhalten. Wie weiter? Das weiss keiner so richtig.

Ich hoffe, der Elternabend gebe etwas mehr Klarheit, denn eines weiss ich: Mein Sohn kommt ohne Erleichterungen im Lesen und Schreiben nicht durch, obwohl er sonst in allem locker mithalten kann. Ich werde berichten.

Veröffentlicht unter Alltag, Kinder, Schule | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare

Der Alltag hat uns wieder

Am 1. September hat die Schule wieder begonnen. Endlich, mögen einige (die meisten?) Eltern sagen, denn in den letzten zwei Augustwochen gibt es in der Regel keine Kinderbetreuungsangebote mehr. Zwei Monate Sommerferien sind lang, aber sie kamen mir heuer trotz allem recht kurz vor. Das mag daran liegen, dass wir recht viel unternommen und erlebt haben.

Der 1. September war dieses Jahr ein Freitag. Das bedeutet, dass die Kinder einen ersten, kurzen Schultag haben, danach einen freien Tag wegen Shabbat und dann erst so richtig beginnen.

Meine Tochter freut sich auf die Schule: Sie beginnt ja einen neuen Lebensabschnitt, an einer neuen Schule, sogar in einer anderen Stadt. Sie darf manchmal mit dem besten Ehemann mitfahren, nimmt manchmal den Bus auf dem Hinweg und immer den Bus auf dem Rückweg.

Mein Sohn freut sich deutlich weniger. Für ihn ist die Schule ein überflüssiges Übel, mit dem man möglichst wenig zu tun haben und für das man sich möglichst nicht anstrengen will.

Auf jeden Fall waren wir mit allem gerade rechtzeitig bereit: Bücher eingeschlagen und angeschrieben, Hefte gekauft, Schulranzen und -Mäppchen gefüllt, neue T-Shirts gekauft.

T-Shirts? Ja, die braucht man. Vor allem, wenn man die Schule wechselt.

Es gibt hier keine eigentlichen Schuluniformen (doch, aber nur in den religiösen Schulen). Statt dessen trägt man untenrum das, was man gerne möchte (im Rahmen des Erlaubten: Hotpants und Miniröcke sind verboten), und obenrum ein einfarbiges T-Shirt mit kurzen oder langen Ärmeln. Auf diesem ist auf der linken Brustseite das „Wappen“ oder Symbol der jeweiligen Schule aufgedruckt. Das kann man in vielen Kleidergeschäften kostenlos machen lassen, wenn man die T-Shirts dort kauft. Tochters Auswahl sieht so aus:

Schultshirts

Für den Winter werden wir noch langärmlige Shirts und Sweatshirts kaufen müssen, beide ebenfalls mit dem Schulsymbol drauf.

Veröffentlicht unter Alltag, Israel, Kinder, Schule | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

Schulweg üben

Mit Erstklässlern macht man das, nicht wahr? Man übt den Schulweg, bis das Kind genau weiss, wo es langgehen muss, damit es zur Schule oder umgekehrt auch wieder nach Hause gelangt.

Tochter wechselt in die weiterführende Schule in der Nachbarstadt. Dies ist nur möglich, weil unser Dorf keine entsprechende Klasse führt, denn normalerweise geht man im eigenen Wohnort zur Schule.

So wird sie mit dem Bus hinfahren müssen. Damit sie weiss, wann und wo sie ein- und aussteigen muss, sind wir die Strecke zweimal mit dem Bus abgefahren.

Schulweg

So leer ist der Bus übrigens nur in der Ferienzeit… vom 1. September an wird er wohl immer voll sein.

Veröffentlicht unter Kinder, Schule | Verschlagwortet mit , | 1 Kommentar