Raketen (nicht Feuerwerk)

In deinen Medien wird darüber höchstwahrscheinlich nicht berichtet – oder erst, wenn unsere Luftwaffe zurückschlägt. Sechs Nächte in Folge wird Israel bereits wieder beschossen. Bisher südlich von uns, aber man hört Nachrichten. Und fragt sich, wann die Sirenen bei uns auch heulen werden.

Momentan haben die Kinder Ferien, sind also eher daheim – denn Sorgen macht es mir vor allem, wenn der Alarm sie unterwegs erwischt. Sie wissen zwar, wie sie sich zu verhalten haben und was zu tun ist, aber die Vorstellung, dass sie so ganz allein ohne erwachsene Begleiter… das macht Angst.

Trumps Statement über die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt war meiner Meinung nach übrigens nicht der Auslöser für die „neuerlichen Unruhen“ – allerhöchstens der Aufhänger. Gebrodelt hat es vorher auch schon.

Hier ein interessanter Artikel zum Thema – unbedingt lesen!

 

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Chanukka!

Gestern Abend begann Chanukka, das jüdische Lichterfest. Wir feiern das Ölwunder, das während der Wiedereinweihung des Tempels geschah: Ein einziger Krug Öl, der eigentlich nur für einen Tag gereicht hätte, speiste den Leuchter im Tempel acht Tage lang, bis neues Öl hergestellt worden war. Jeden Abend zünden wir eine Kerze mehr an, bis alle acht brennen (das 9. Licht ist der „Diener“, mit dem die anderen angezündet werden). Traditionell isst man in Öl ausgebackene Speisen wie zum Beispiel Latkes/Levivot (Kartoffelpuffer) und Sufganiot (Berliner).

ChanukkiaTag1

Wie jedes Jahr hat meine Mama auch heuer Geschenke für jeden der acht Tage vorbereitet. Manchmal sind sie nur für die Kinder, manchmal für alle vier und manchmal für die Familie als Ganzes. So sieht das aus:

Chanukkageschenke

Schön, nicht? Die Kinder haben ab morgen eine Woche Ferien und freuen sich schon darauf, vor allem auf das Ausschlafen. In dieser Woche werden wir sicher das eine oder andere unternehmen, auch als Familie. Ich habe mir nur einen Tag frei genommen, an einem anderen Tag werde ich die Kinder zur Arbeit mitnehmen. Heute Abend hoffe ich auf einen klaren Himmel, denn es sollen viele Sternschnuppen zu sehen sein – da bin ich mal gespannt!

 

 

Übrigens heizt sich die Stimmung hier gerade wieder deutlich auf, und dies nicht etwa wegen Trumps Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt. Es war schon vorher nicht wirklich ruhig, aber seit einigen Tagen gibt es – hauptsächlich nachts – wieder Raketenalarme. Momentan noch etwas weiter südlich als wir wohnen, aber es kommt näher. Ich bleibe am Ball.

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Ein Königreich für eine Schule!

Ich habe zwei Kinder, die sich in vielem ähnlich sind, sich aber in anderen Bereichen unterscheiden wie Tag und Nacht. Meine Tochter ist (ausgetestet) hochbegabt, besucht inzwischen – nach sechsjähriger Leidenszeit in der Regelgrundschule – eine Hochbegabtenklasse in der Nachbarstadt und blüht sichtlich auf. Sie geht trotz ihres extremen Pensums gern zur Schule, macht freiwillig und ohne Murren ihre Hausaufgaben und pflegt daneben noch ihre Hobbies, nämlich Judo und Gesang/Tanz.

Mein Sohn ist (ausgetesteter) ADHSler mit Lese- und Rechtschreibschwäche. Er ist dazu auch Minimalist, schreibt aber mit diesem Ansatz trotzdem bisher akzeptable bis gute Noten. Hausaufgaben macht er, wenn überhaupt, nur unregelmässig und manchmal eher schlampig.

In letzter Zeit machte er die Hausaufgaben häufig mit einem Freund zusammen. Die beiden arbeiteten selbständig, will heissen, dass ich nicht hinterherkontrollierte, ob sie wirklich alles wirklich perfekt gelöst haben. Immerhin sind die Jungs ja schon in der 5., da darf man ein gewisses Mass an Eigenverantwortung verlangen.

Im Lehrer-Schüler-Elterngespräch wurde dies dann auch lobend erwähnt. Umso unverständlicher ist es für mich, dass eben dieser Freund bis auf weiteres nicht mehr zu meinem Sohn kommen darf, denn die Lehrerin hätte im Gespräch gesagt, er mache seine Hausaufgaben nicht genug gründlich (oder gar nicht?). Die Mutter wurde daraufhin wütend auf ihren Sohn und verbot ihm, zu uns zu kommen, bis er bewiesen habe, dass er seine Aufgaben alleine lösen könne.

Das finde ich nun eher kontraproduktiv, darf mich aber nicht zu sehr einmischen, da ich ja auch keine Freude hätte, wenn die Mutter eines Sohnfreundes meine Autorität untergraben würde. Gleichzeitig schmerzt es mich aber sehr für meinen Sohn, der nun einen Hausaufgabenstreik ausgerufen hat, der ihm ja absolut nichts bringt (ausser Verweise von Lehrerseite), den er aber mit der ihm eigenen Starrköpfigkeit wohl bis zum bitteren Ende durchziehen wird. Erfindet es völlig ungerecht, dass sie nicht mehr zusammenarbeiten dürfen. (Ich habe die Verantwortung für die Aufgaben gänzlich an meinen Sohn abgegeben. Das heisst, ich frage ihn zwar, ob er welche hat, setze mich aber nicht daneben und kontrolliere, ob und wie er was macht).

Gestern Abend kam der Zusammenbruch. Mein Sohn weinte er nur noch. Er wolle nicht mehr zur Schule gehen, gar nie mehr. Warum man dies überhaupt müsse? Es sei ihm dort nicht wohl, er könne mit diesen Methoden nicht lernen, er könne nicht den ganzen Tag sitzen und zuhören. Es sei langweilig und überhaupt. Ausserdem habe er jetzt keinen Hausaufgabenpartner mehr, denn mit den anderen Freunden funktioniere es nicht (stimmt, haben wir ausprobiert), und alleine wolle und könne er nicht. Mit mir ist keine Option, da er das grundsätzlich ablehnt.

Ich nahm ihn in den Arm, liess ihn weinen und fragte ihn, wie er denn Schule gerne hätte. Er meinte: Ich würde gerne anders lernen. Mit Filmen, mit Zeichnungen, nicht nur mit der Tafel. Lebendiger. Nicht mal im Kunstunterricht darf man die Aufgabe so lösen, wie man es möchte; sogar dort wird alles vorgegeben. Ich mag nur Tanach (Bibelunterricht) und Sport und Jonglieren, alles andere ist doof.

Gut für ihn, dass er das so klar formulieren kann. Schlecht für ihn, dass das hiesige Schulsystem starr und unflexibel ist und dass in unserem Schulhaus keine Änderungen in eine positivere Richtung zu erwarten sind. Die können das wohl nicht anders (ich habe schon an anderer Stelle gesagt: Diese Schule ist gut für das Mittelmass. Wer nach oben oder nach unten ausschert, hat bereits verloren. Leider).

Ich überlege mir ja schon länger, auf welche Schule wir unseren Sohn nach der 6. Klasse schicken sollen – aber so, wie es momentan aussieht, können wir nicht noch eineinhalb Jahre ausharren. Bis dahin ist das Kind kaputt und verweigert völlig. Deshalb gucke ich mich schon mal nach Alternativen um. Privatschulen, andere Konzepte… ich bin für fast alles offen.

Wenn also jemand von euch, liebe Leserinnen und Leser, eine Idee hat – nur zu! Schreibt mir! So kann es nämlich nicht weitergehen.

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Mein neuer Begleiter

Ich treibe Sport und versuche auch sonst, einen einigermassen gesunden Lebensstil zu verfolgen. Schon seit längerem schleiche ich deshalb um ein Fitnessarmband herum, damit ich meine Aktivitäten aufzeichnen kann. Allerdings finde ich die ganz gewöhnlichen Gummibänder, die Krethi und Plethi tragen, potthässlich nicht wirklich schön.

Jetzt habe ich jedoch etwas gefunden, was sowohl meinem ästhetischen Empfinden als auch dem Namen Health Tracker gerecht wird: Das Leaf Nature von Bellabeat. Es sieht eher aus wie ein Schmuckstück und lässt sich auf drei verschiedene Arten tragen. Auf einer App auf dem Handy kann ich die Daten ablesen, wann immer ich will. Gut, es zeichnet die Herzfrequenz nicht auf, dafür hat es andere Features, die mir zusagen. Es wurde speziell für Frauen entwickelt.

Am 28. November bestellte ich mir so ein schickes Teil und machte mich auf eine längere Wartezeit gefasse, denn die israelische Post ist ja nicht wirklich schnell. Dank Trackingnummer wusste ich, dass mein Leaf schon am nächsten Tag versandt wurde – und gestern schon, also nur 6 Tage nach der Bestellung, konnte ich es abholen.

Das Leaf Nature kommt in einer stabilen und optisch ansprechenden Verpackung daher. Darin findet sich das Leaf selber, dann ein Armband, ein Kettchen, ein kleiner Schraubenzieher für den Batteriewechsel, 4 Ersatzschrauben und ein Benutzerhandbuch. Allerdings ist die dazugehörige App fürs Handy eigentlich selbsterklärend.

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Was soll ich sagen? Ich bin absolut begeistert. Das Leaf ist bequem zu tragen (Armband, Kettchen oder an die Kleidung geclippt), sieht gut aus und hat mir schon mehrere Komplimente eingetragen. Die App ist benutzerfreundlich, soweit ich dies nach einem halben Tag beurteilen kann. Ich kann es bisher nur empfehlen.

 

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Eine tolle Idee

Letzthin war ich mit meiner Tochter in Sde Warburg, einem Moshav nördlich von Kfar Saba. Im Gemeindesaal sahen wir etwas ganz Tolles: Jede eingesessene Familie, die Land besitzt, hat ein quadratisches Stück Stoff bestickt. Darauf ist immer der Familienname, untermalt/umrahmt/ergänzt durch ein Motiv (das wahrscheinlich mit besagter Familie im Zusammenhang steht). All diese Stücke wurden dann zusammengesetzt und an der Wand aufgehängt. Da der Moshav 1938 gegründet wurde, sind Stickereien seit eben diesem Jahr dort verewigt. Doch sieh selber:

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Die Wirkung ist super, und die Idee finde ich einfach genial.

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Ein Land steht Kopf

Gestern hatten wir Regen. Das braucht es hier, dringend, viel davon.

Das Problem mit dem Regen ist, dass Israel so gar nicht auf Kälte und Nässe eingestellt ist. Ampeln fallen aus, Züge und Busse fahren verspätet oder gar nicht, Kinder kommen nicht zur Schule (sie könnten sich ja durch das Regenwasser auflösen, nicht?), keiner geht freiwillig raus – kurz: es herrscht Chaos.

Mein Zug hatte denn auch über 10 Minuten Verspätung, weshalb ich einen anderen nahm, der zwar später fuhr als mein ursprünglicher, dafür aber fahrplanmässig. Er blieb dann jedoch auch länger irgendwo stecken, sodass ich im Endeffekt eine gute  Viertelstunde zu spät zur Arbeit kam. Alles nur wegen des Regens.

Ach ja, ich habe vergessen zu erwähnen, dass die Abflusssysteme nicht mit der Wassermenge klar kommen und auf den Strassen wahre Bäche schmutzig grauer Brühe fliessen. Das ist besonders dann amüsant, wenn man ebendiese Strasse überqueren möchte, denn oft spritzt einen ein vorüberfahrendes Auto von unten nass, während man brav den Schirm über den Kopf hält. Ausserdem muss man weitspringerische Fähigkeiten im olympischen Bereich haben, damit man „trockenen Fusses“ über den reissenden Strom kommt – will heissen, damit das Wasser wenigstens nicht auch noch von oben in den Schuh läuft.

Regen bringt Segen. Ja, aber er bringt auch viel durcheinander hier.

 

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Premiere

Gestern Abend hatten der beste Ehemann von allen und ich Ausgang. Wir hatten Tickets für die Eröffnungsveranstaltung eines Lieder- und Musikfestivals in unserer Nachbarstadt.

Es war wunderbar. Ganz grosse Musik, einheimische. Es ging um Liedermacher und Sänger (die weibliche Form ist mitgemeint, aber damals wurde die Szene eindeutig von Männern dominiert) aus den 60er und 70er Jahren. Wow! Was da so alles zusammenkam! Das Publikum war entsprechend etwas älter, und alle kannten die Texte. Dies ergab eine tolle Stimmung, und der Abend war ein voller Erfolg. Von den grossen Namen, die da auftraten, nenne ich mal Daklon, Zeev Revach, Zehava Ben und Trifonas.

Trifonas war vor allem für den besten Ehemann von allen ein Erlebnis, weil er ihn aus der Kindheit persönlich kennt. Trifonas war wohl mehrmals in seinem Elternhaus zu Gast, denn mein Schwager war damals in der Boheme unterwegs und kannte alle, die in der Musikwelt Rang und Namen hatten. Wow!

Wir hatten aber auch noch eine Premiere der anderen Art: Zum ersten Mal blieben die Kinder abends alleine daheim. All unsere Babysittermädels konnten nicht, und da wir unbedingt zusammen an das Konzert wollten und es auch nicht so weit weg war, wagten wir es. Die Kinder hatten die Telefonnummer der Nachbarn, und ich kommunizierte vorher und nachher  über Whatsapp mit ihnen (als ich ihnen mitteilte, wir seien auf dem Heimweg, hiess es: Ach, echt? Schon? Wir essen gerade Chips…)

Es wurde also für alle sehr spät, aber es hat sich sowas von gelohnt!

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Cleopatra

Letzten Freitag rief mich meine Tochter vom Handy aus an, sobald sie aus dem Haus war. Das ist ungewöhnlich. Sie teilte mir mit, im Park gegenüber unseres Hauses sei eine ganz abgemagerte kleine Katze, die sich kaum bewege.

Ich ging also mit Katzentransportkorb und Nahrung ausgerüstet nach draussen. Tatsächlich: Ein Kätzchen, völlig abgemagert und verdreckt, ein Auge eitrig verklebt… das Trockenfutter nahm es an, bewegte sich aber sonst kaum. So war es nicht allzu schwierig, es in den Transportkorb zu bugsieren und nach Hause zu nehmen.

Danach brachte ich erst mal meinen Sohn zur Schule – ohne ihm vom Neuzugang zu erzählen, denn sonst wäre er wohl gar nicht hingegangen.

Wieder daheim angekommen, richtete ich den alten Hasenkäfig für das noch namenlose Kätzchen ein. Es schien mir leicht unterkühlt, weshalb es ein Kirschkernkissen erhielt, daneben Nassfutter und meine selbstgemixte, energiereiche Flüssignahrung, die seinerzeit auch Wolf erhielt (Rezept vom Tierarzt vor Jahren erhalten). Ausserdem wischte ich mehrmals täglich das verklebte Auge mit Schwarztee aus und gab antibiotische Augensalbe hinein. Anfangs war nicht klar, ob das Auge darunter überhaupt einigermassen ganz ist… aber der Eiter liess bald nach, und die Lider blieben offen.

Mein Sohn entschied, das Kätzchen heisse Cleopatra. Hier ist sie:

Cleopatra

unten: Fundzustand am Freitagmorgen

oben: Zustand gestern Dienstag, also nach 4 Tagen

 

Sieht schon etwas besser aus, nicht wahr? Ich werde weiter berichten.

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Und es gibt sie doch!

Handwerker aller Art sind hierzulande nicht unbedingt für ihre Aufrichtigkeit bekannt. Klar, es soll auch welche geben, die einen nicht übers Ohr hauen, aber man hört auch öfter mal Geschichten, in denen Teile repariert wurden, die gar nicht kaputt waren, oder teure Arbeiten berechnet wurden, die gar nie ausgeführt worden waren. Es gibt sogar ein Fernsehprogramm, in dem ehrliche Handwerker ausgezeichnet werden, und das geht so (nur ein Beispiel): Man schickt eine Testperson zu verschiedenen Reparateuren. Die Beschwerde lautet, der Bildschirm des Handys sei gesprungen (in Wahrheit, und das wissen sowohl Testperson als auch Zuschauer, ist nur der Displayschutz kaputt). Oft wird die Testperson für ein teures Ersatzdisplay bezahlen müssen. Wenn nun aber der nette Herr oder die nette Dame vom Reparaturdienst erkennt, dass es nur am Displayschutz liegt und dies auch so mitteilt, bekommt er oder sie eine Urkunde vom Fernsehprogramm, die den Laden als „ehrlicher Handwerker“ auszeichnet.

So weit, so gut. Meine Rosalie (das ist mein Auto, du erinnerst dich?) machte plötzlich seltsame Geräusche. Ich hörte sie von hinten rechts und hatte die Stossdämpfer im Verdacht. Zu meiner bisherigen Werkstatt wollte ich nicht fahren, da sie sich im Industrieviertel der Nachbarstadt befindet und mit öffentlichen Verkehrsmitteln praktisch nicht zu erreichen ist. Der beste Ehemann von allen ist gerade für ein paar Tage weg, also fällt er auch für Fahrdienste zur/von der Werkstatt weg.

Kürzlich habe ich jedoch von einer Autowerkstatt in unserem Ort gehört, und zwar nur Gutes. Sie liegt 20 Fussminuten von unserem Haus entfernt, und ich beschloss also, mit Rosalie dort vorbeizugehen. Amir, der nette Geschäftsführer, empfing mich freundlich und entschuldigte sich, er könne Rosalie leider erst am nächsten Tag ansehen, da sich  mehrere seiner Arbeiter für den Tag abgemeldet hätten. Ok, kein Problem.

Am Abend brachte ich Rosalie vorbei, und gegen Mittag des Folgetages rief ich kurz in der Werkstatt an, um mich nach den Fortschritten zu erkundigen. Amir erklärte, er sei mit Rosalie eine Runde gefahren, er höre nichts. Er habe sie ausserdem aufgebockt und daruntergeschaut, da sei auch nichts. Das Auto sei in bester Ordnung, ich könne es am Nachmittag wieder abholen. Ich erzählte dies natürlich sogleich dem besten Ehemann von allen, und er war begeistert: Endlich ein ehrlicher Automechaniker! Ich selber verstehe nämlich von der ganzen Sache nicht sehr viel und hätte anstandslos alle Erklärungen für „notwendige“ Ersatzteile und/oder Reparaturarbeiten hingenommen und bezahlt.

Doch die grösste Überraschung sollte erst noch folgen. Auf die Frage nach dem Preis meinte Amir nur: „Das kostet nichts. Die Überprüfung ist gratis.“ Ich wandte ein, er habe doch Zeit investiert und ich sei gerne bereit, ihm etwas dafür zu bezahlen. Davon wollte er aber nichts hören. Es sei gratis, Punkt.

So nett! Ab sofort werde ich Amir auch für den regulären Service alle 10 000 km in Anspruch nehmen. Und ihn natürlich auch anderen wärmstens weiterempfehlen. Es gibt sie also tatsächlich, die ehrlichen Handwerker!

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Die Dinos kommen!

Seit neuestem haben wir (wieder) ein Dinosaurier-Museum im Wohnzimmer. Mein Sohn hat sämtliche Bücher und Plastikfiguren aus seinem Zimmer geholt und fachmännisch aufgebaut. Bilder/Text und Figuren sind passend angeordnet. Es gibt sogar Eintrittskarten, und der Museumsdirektor führt persönlich durch die Ausstellung.

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Irgendwie erinnert mich das an die Anfänge des Sauriermuseums Bellach 🙂

 

 

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