Letzten Freitag rief mich meine Tochter vom Handy aus an, sobald sie aus dem Haus war. Das ist ungewöhnlich. Sie teilte mir mit, im Park gegenüber unseres Hauses sei eine ganz abgemagerte kleine Katze, die sich kaum bewege.
Ich ging also mit Katzentransportkorb und Nahrung ausgerüstet nach draussen. Tatsächlich: Ein Kätzchen, völlig abgemagert und verdreckt, ein Auge eitrig verklebt… das Trockenfutter nahm es an, bewegte sich aber sonst kaum. So war es nicht allzu schwierig, es in den Transportkorb zu bugsieren und nach Hause zu nehmen.
Danach brachte ich erst mal meinen Sohn zur Schule – ohne ihm vom Neuzugang zu erzählen, denn sonst wäre er wohl gar nicht hingegangen.
Wieder daheim angekommen, richtete ich den alten Hasenkäfig für das noch namenlose Kätzchen ein. Es schien mir leicht unterkühlt, weshalb es ein Kirschkernkissen erhielt, daneben Nassfutter und meine selbstgemixte, energiereiche Flüssignahrung, die seinerzeit auch Wolf erhielt (Rezept vom Tierarzt vor Jahren erhalten). Ausserdem wischte ich mehrmals täglich das verklebte Auge mit Schwarztee aus und gab antibiotische Augensalbe hinein. Anfangs war nicht klar, ob das Auge darunter überhaupt einigermassen ganz ist… aber der Eiter liess bald nach, und die Lider blieben offen.
Mein Sohn entschied, das Kätzchen heisse Cleopatra. Hier ist sie:

unten: Fundzustand am Freitagmorgen
oben: Zustand gestern Dienstag, also nach 4 Tagen
Sieht schon etwas besser aus, nicht wahr? Ich werde weiter berichten.
Und ich freue mich schon heute auf Aufnahmen des ganz gesundeten Kätzchens.Du hast eine glückliche Hand in der Rettung und Pflege solch armer Viecherchen, und dein Nachwuchs tut es dir nach.
Wie geht es denn der Katze?
Soweit ganz gut, danke. Sie schnupft leider ein wenig, frisst aber und ist an der Umwelt interessiert.