Gestern Abend hatten der beste Ehemann von allen und ich Ausgang. Wir hatten Tickets für die Eröffnungsveranstaltung eines Lieder- und Musikfestivals in unserer Nachbarstadt.
Es war wunderbar. Ganz grosse Musik, einheimische. Es ging um Liedermacher und Sänger (die weibliche Form ist mitgemeint, aber damals wurde die Szene eindeutig von Männern dominiert) aus den 60er und 70er Jahren. Wow! Was da so alles zusammenkam! Das Publikum war entsprechend etwas älter, und alle kannten die Texte. Dies ergab eine tolle Stimmung, und der Abend war ein voller Erfolg. Von den grossen Namen, die da auftraten, nenne ich mal Daklon, Zeev Revach, Zehava Ben und Trifonas.
Trifonas war vor allem für den besten Ehemann von allen ein Erlebnis, weil er ihn aus der Kindheit persönlich kennt. Trifonas war wohl mehrmals in seinem Elternhaus zu Gast, denn mein Schwager war damals in der Boheme unterwegs und kannte alle, die in der Musikwelt Rang und Namen hatten. Wow!
Wir hatten aber auch noch eine Premiere der anderen Art: Zum ersten Mal blieben die Kinder abends alleine daheim. All unsere Babysittermädels konnten nicht, und da wir unbedingt zusammen an das Konzert wollten und es auch nicht so weit weg war, wagten wir es. Die Kinder hatten die Telefonnummer der Nachbarn, und ich kommunizierte vorher und nachher über Whatsapp mit ihnen (als ich ihnen mitteilte, wir seien auf dem Heimweg, hiess es: Ach, echt? Schon? Wir essen gerade Chips…)
Es wurde also für alle sehr spät, aber es hat sich sowas von gelohnt!